24.01.07 | 22:44 | 2893 x gelesen
Von Don Dahlmann kam ein Stöckchen zum zeichnerischen Ess- und Kochverhalten geflogen. Da hab ich gleich mal ein paar Zeichnungen hingehuddelt. Für Kupferstiche hatte ich heute leider keine Zeit, daher meine Antworten gezeichnet à la Jean-Marc Reiser an handverlesenen Kommentaren. Mahlzeit!
1) Kannst du kochen? Wenn ja, kochst Du gerne?

2) Wann isst bei Euch die ganze Familie gemeinsam?

3) Was isst Du zum Frühstück?

Ich mache mir wirklich Arbeit mit dem Frühstück für Frau Zeichner und mich. Ich habe sogar ein Flicker-Set für meine Frühstücke. Frau Zeichner meint, ich sei bekloppt, dass ich nicht Koch im Sternehotel geworden sei. Das schmeichelt mir. Aber ich mache lieber für Frau Zeichner ein Sternefrühstück als für mir unbekannte reiche Säcke, die das liebevoll bereitete Mahl vom Teller wischen um sich vom Porzellan ihr unverschnittenes Kokain reinzuziehen und die dann aus dem Sternehotel zum Dreh fahren ohne das tolle Frühstück auch nur anzurühren. Solch despektierliches Verhalten prangere ich an und ich verurteile es aufs Schärfste. Mensch, überlegt doch mal. So entsteht doch kein großes Kino. Denn Achtung und Respekt bleiben auf der Strecke und die liebevoll geschnibbelten Gurkenscheiben und die gute Remoulade auch.
4) Wann, wo und wie esst ihr in der Woche?

5) Wie oft geht ihr ins Restaurant?
6) Wie oft bestellt ihr Euch was?
Supergern und im Berliner Osten leider nur deswegen nicht so oft, weil die Lieferanten leider, leider supergeizig mit den Zutaten sind, Pizzas zudem gern anbrennen und/oder kalt werden lassen und einen dann blöd anschauen, wenn man ihnen freundlich sagt, dass man gern mehr zahlen würde, wenn die Qualität besser wäre. Schade. Wielleicht ist die Dienstleistung nicht so einfach im postsozialistischen Gemüt zu verankern.

7) Zu 5 und 6: Wenn es keine finanziellen Hindernisse gäbe, würdet ihr das gerne öfters tun?
Welche Hindernisse?

8) Gibt es bei Euch so was wie “Standardgerichte”, die regelmäßig auf den Tisch kommen?
Es gibt da ein paar einfache Dinge, mit denen wir uns gegenseitig öfters verwöhnen.

9) Hast Du schon mal für mehr als 6 Personen gekocht?
Das ergibt sich bei Rezepten, die ich nie auf zwei Personen „runtergerechnet“ habe.

10) Kochst du jeden Tag?
Es gibt so Phasen.

11) Hast Du schon mal ein Rezept aus dem Kochblog ausprobiert?
Sowas gibt's?

12) Wer kocht bei Euch häufiger?
Die ersten zwei Jahre hatte ich Frau Zeichner neckisch verschwiegen, dass ich überhaupt kochen kann. Seitdem hält sich das eigentlich die Waage.

13) Und wer kann besser kochen?
Wir lieben was der jeweils andere kocht.

14) Gibt es schon mal Streit ums Essen?
Höchstens um den letzten Bissen.

15) Kochst du heute völlig anders, als Deine Mutter /Deine Eltern?
Leider nein. Meine Mutter ist beim Kochen sehr verschwenderisch mit den Resourcen. So besteht auch meine Gulaschsuppe bis heute – abgesehen von den Gewürzen – vornehmlich aus anderthalb Kilo Schwein, anderthalb Kilo Rind und anderthalb Kilo Zwiebeln. Und wenn wo Sahne reinkommt, dann die von Weihenstephan und gleich ein halber Liter. Und Bratkartoffeln und Pfannkuchen schwimmen in der Pfanne in Butter. Da kenn’ ich nichts, sehr zum Leidwesen von Frau Zeichner, die mich (durchaus auch in meinem Interesse) diesbezüglich immer wieder zur Mäßigung ermahnt.

16) Isst Du heute noch gerne bei Deinen Eltern?
Absolut.

17) Bist Du Vegetarier oder könntest Du Dir vorstellen vegetarisch zu leben?
Ist das eine ernste Frage an jemandem, der sich das Roastbeef gerne stückeweise abschneidet und im Restaurant gern die größten Filetsteaks nimmt?

18) Was würdest Du gerne mal ausprobieren, an was Du Dich bisher nicht rangewagt hast?
Hmmm … Einiges hab ich aus Rücksicht auf Frau Zeichners feinsinniges Gemüt noch nicht gekocht.

19) Kochst Du lieber oder findest Du Backen spannender?
Am liebsten mache ich Dinge, bei denen ich mich nicht blamiere.

20) Was war die größte Misere, die Du in der Küche angerichtet hast?
Beim Versuch, die crêpes suzettes zu flambieren, peu à peu den ganzen Cointreau in der Küche zu verdampfen.

21) Was essen Deine Kinder am liebsten?

22) Was mögen Deine Kinder überhaupt nicht?

23) Was magst Du überhaupt nicht?

24) Wofür kann man Dich nachts wecken?
Für nichts, was man essen kann, jedenfalls. Schließlich will ich meine Albträume von all dem schweren Essen genießen. 
Das Stöckchen gebe ich übrigens weiter an Lisa Neun, Till, Leo, Jojo und Ivo. Vierundzwanzig Fragen illustrieren, das ist doch ein Spaß fürs Wochenende. Pah! Tippen können die anderen. Haut rein Kollegen! Quantität statt Qualität! Weiter mit Kochwein!
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