06.01.08 | 08:23 | 994 x gelesen

Cunt?

„Heute in der Apotheke Buttermilchpflaster geholt.
Diesmal schaffe ich’s: weg von Buttermilch.
Es wäre leichter, wenn Sie Buttermilch verböten.
Zumindest in der Öffentlichkeit und in Gegenwart von Kindern.
Buttermilchtrinker stinken aus dem Mund nach Buttermilch.
Sollten mal überlegen, warum sie niemand küsst.“
(Sven K., Blödmann.)

2008 – das Nichtraucherschutzgesetz und der Wiedereintritt des Menschen in die selbstverschuldete Unmündigkeit (Sie wissen schon, diese These aus Geschi… oder war es Philo, nee, Sowi… egal, jedenfalls von, genau, Emanuelle Cunt hieß die doch).

Saugt.

Besonders saugen all diese momentan in Herden auftretenden bloggenden Nichtraucherwerdeversucher. Brouhahahaha! „Tag eins. huste schon wesentlich weniger Blut.“ – „Tag zwei. Seit vorgestern Nichtraucher. Schon 50 Kilo zugenommen.“ – „Tag drei. Raucher stinken. Ungewaschene Nichtraucher auch.“ – „Tag vier. Im Puff gewesen – harte Nummer: Rauchersex nur noch draußen unterm Heizpilz.“ Es scheint ein Fakt zu sein: in Blogs ist Nichtraucherwerden the new cat content. Früher bloggte man schnurrende Muschis, heute ausgewachsene Nikotinkater.

Allein: was bringt es, Ersatzbefriedigungen zu verbieten?

Was verboten ist, das macht uns doch grade scharf. Das sang, als er kurz vergaß ein verblendeter Barde sein zu wollen, der Hamburger Privatier und Hobbydichter Wolf Biermann. Gesetzgeber: sei schlau, denke psychologisch, also um: wer Ersatzbefriedigungen verhindern will, muss andere Dinge wegverordnen: zum Beispiel Sex in der Partnerschaft gesetzlich verbieten. Plötzlich käme nach Jahren dorrenden Darbens wieder Leben ins Ehebett! Das gäbe ein Protestgerammel! Und der schöne Nebeneffekt: vor lauter Koitieren würde der listig bevormundete Bürger das Rauchen völlig vergessen! Stattdessen: Protest-Gruppensex vor dem Bundesverfassungsgericht. Heute bei Anne Will: „Meine Libido gehört mir“ – „Dieses Sexverbot ist ja wohl das letzte. Da verbieten Politiker Dinge, von denen sie erwiesenermaßen keine Ahnung haben.“ – „Verpassen Sie nicht nächste Woche: Großer Spähangriff in Privathaushalten: Ist die Vorratsorgasmenspeicherung Terrorprävention oder Staatspornografie?“

Ratschlag für den kleinen Staatsmann: erziele Gegenteile. Verbiete den Bürgern, Freunde zu haben. Verbiete ihnen Freude zu haben. Verbiete einem jeden Menschen unter Androhung drakonischer Strafen, unvoreingenommen, offen, freundlich und ohne Selbstsucht auf Menschen zuzugehen, besonders auf völlig Unbekannte. Verpflichte die Bürger im Gegenzug qua Gesetz auf Raffgier, Egoismus, Drogen und schnellen Sex auf dem Klo. In pawlowscher Opposition zu dem, was die Obrigkeit (also der demokratische Souverän, also die freien Bürger, also alle selbst), was also alle sich verordnen, würden die Bürger ihre Welt im Nullkommanix in ein Paradies verwandeln und sich selbst in ein Gewimmel von Glückseligen. Abgesehen natürlich von einigen Übereifrigen, die im Pillenrausch auf der Toilette das Kleingeld abräumen, die Klofrau vergewaltigen und dann kettenrauchend bloggen „Tag zwei. Es geht schon leichter. Aber die Sackratten nerven und Kleingeld rollen saugt.“

Link | Witzelsucht | 2008.01.06, 08:23 comment |

marielsd, Sonntag, 6. Januar 2008, 10:33
Also wirlich, sie sollten sich all mal hören. Viel schlimmer als scheiternde Nichtraucher-Versuche ist das Gejaule der zu-ihrer-Sucht-stehenden, die einfach nicht sehen können, daß es ohne Rauch viel schöner ist. Denn alle können ATMEN! Beim Tanzen, beim trinken,beim Reden! Und der Gestank eines Rauchers ist meist unerträglich, da gibts keine Relativierung. Ich weiß Bescheid, ich hab schon als Kind meinen Vater gemieden, weil er geraucht hat. Überlegen sie sich das mal, Herr K. ;-) Und obengenannte Spaßtheorie stimmt in der Praxis leider auch nicht, in meiner Umgebung haben viele wirklich aufgehört mit dem Rauchen, weil es jetzt viel leichter geht. Gibt ja immer weniger Leute, die mitmachen beim "Coolsein". Aber viel spass dann auch mit dem Raucherhusten. Ich atme lieber.

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sven k., Sonntag, 6. Januar 2008, 12:35
Das fehlte mir noch. Die Hälfte begriffen und die bekannten reflexartigen Gesundheitsverbalien zum Thema abfeiern. Bitte, bitte. Du bist ja 'ne Nette, aber hier hast Du nur die Hälfte begriffen.

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kai347, Sonntag, 6. Januar 2008, 11:11
Das Rauchen
wurde doch gar nicht verboten. - Oder habe ich da was nicht mitbekommen?

Rauchen aus Todessehnsucht oder -verachtung oder wasauchimmer ist ja wunderbar, konsequent und respektabel. Aber bitte die anderen (freien) Bürger dabei in Ruhe lassen.

Mir ist erst gestern richtig klar geworden, dass das Rauchverbot in öffentlichen Räumen auf den Kern der Willensfreiheit zielt. Die Handlungsfreiheit wird eingeschränkt, klar. Aber dann tritt die Sucht mit Wucht gegen die Willensfreiheit an.

Naja, wie auch immer. Letztlich werden wir eh alle sterben.

PS: Und Immanuel hieß tatsächlich vorher Emanuel. :)

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sven k., Sonntag, 6. Januar 2008, 12:36
Letztlich werden wir sterben, genau. Ob wir gesund leben, ob wir Geige spielen oder ob wir aus dem Mund stinken :)

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kai347, Sonntag, 6. Januar 2008, 12:45
Nur leider folgt aus dieser Einsicht nichts.

Denn vor dem Tod will man anscheinend ja auch noch ein bisschen leben (und sei es auch absurd). Und wie man das jetzt möglichst gut macht... das weiß man auch nach 2500 Jahren Philosophie noch nicht so recht.

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marielsd, Sonntag, 6. Januar 2008, 13:51
Spaß kann jeder haben. Aber Willensfreiheit hört da auf, wo sie anderen schadet. Ganz einfach.

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kai347, Sonntag, 6. Januar 2008, 13:59
Willensfreiheit kann niemandem schaden.
Und sie hat (hoffentlich!) auch keine Grenzen.

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mutant, Sonntag, 6. Januar 2008, 14:18
wenn es tatsaechlich soviele menschen gaebe, die es geil faenden in nichtraucherkneipen abzuhaengen, dann gaebe es auch ohne dekret welche. kapitalismus, angebot und nachfrage 101.
ansonsten empfehle ich fuer die problematik das italienische modell:
einfach mal den arsch bewegen und die kippen eben auf dem weg von bar a nach bar b rauchen. das klappt auch im winter einwandfrei, aber natuerlich nicht mit der cordhosigen deutschen stammkneipen-mentalitaet.

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kai347, Sonntag, 6. Januar 2008, 14:31
Ich habe das saysche Theorem ja noch nie für uneingeschränkt gültig gehalten.
Außerdem wird Gesundheit meist für ein meritorisches Gut gehalten, womit man staatliche Eingriffe zumindest plausibel machen kann.

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lore.berlin, Sonntag, 6. Januar 2008, 15:08
Als ich noch geraucht habe, habe ich immer gesagt. Tabak ist Gemüse und Gemüse ist gesund...weil mich diese Diskussion immer genervt hat. Muss jeder für sich entscheiden, ob er weiter raucht oder nicht.

Der Weg zum Nichtrauchen ist hart und wenn ich kein Kind hätte, hätte ich wohl längst wieder angefangen...Nun bin ich ein Jahr rauchfrei und fühle ich mich besser ? Nö. Mir fehlt meine Zigarette nach dem Essen, bei Stress etc.

Denn die Summe aller Laster ist konstant...:) und nun ist es Schokolade. Lecker Hüftengold...

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ruhepuls, Sonntag, 6. Januar 2008, 16:09
Immer diese Vergleiche des Nichtraucherverbots mit anderen Dingen, die nicht damit vergleichbar sind...
Ich fühle mich wohler, wenn ich irgendwo bin, wo nicht geraucht wird, weil ich dann keine Kopfschmerzen bekomme und nicht ständig aufpassen muss, in welche Richtung ich atme, weil gerade mal wieder jemand Rauch in meine Richtung pustet.

Klar muss das jeder selber wissen, ob er raucht oder nicht und das Aufhören fiel mir vor drei Jahren auch mitnichten leicht. Ich habe immer noch Verständnis für dieses Suchtding, dafür dass man unruhig wird, wenn man nicht rauchen kann etc, dass es keinen Spass macht, irgendwo zusammen zu sitzen, Alkohol zu trinken und zu diskutieren ohne zu rauchen, wenn man abhängig ist. Aber das rechtfertigt dennoch nicht das 'belästigen' der anderen. (Wenn ich mich fett fresse oder Drogen nehme, dann schade ich wenigstens nur mir selbst.)

Und solange alle Nikotinkaugummis kauten und damit höchstens unangenehm aus dem Mund röchen, wärs mir auch egal. Aber mir geht es nach einem Abend in verrauchter Gesellschaft tatsächlich schlechter.

Schlimm auch mein Arbeitskollege, der ein Mal die Woche da ist und eine Zigarette nach der anderen raucht (man komme mir jetzt nicht mit Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz, das ist in einer Dreipersonenfirma etwas anders als in einem grossen Betrieb, zumal besagte Person schon sehr lange dort arbeitet). Danach bin ich abends total bedient.

Mich ärgert in dieser Diskussion dieses Argument der Selbstbestimmung. Denn jeder Raucher nimmt mir die Möglichkeit der Selbstbestimmung. Klar könnte ich Orte meiden, an denen geraucht würde, aber das wäre ohne ein Gesetz dann ja praktisch jeder Ort.

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mutant, Sonntag, 6. Januar 2008, 18:16
wie gesagt, wenn nichtraucher wirklich so gern rauchfreie environments haetten, dann gaebe es auch rauchfreie bars abseits von mutter-kind-cafe und osho-disco.
aber nichtraucher wollen ja dahin gehen, wo die coolen typen abhaengen, die leider auch rauchen.
ich bin fuer rauchverbot in restaurants. beim essen muss nun wirklich keiner rauchen. in einer reinen saufkneipe soll aber ruhig weiter geraucht werden.

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vulkantanz, Sonntag, 6. Januar 2008, 20:17
Selbstbestimmung.
Mich ärgert in dieser Diskussion dieses Argument der Selbstbestimmung. Denn jeder Nichtraucher nimmt mir die Möglichkeit der Selbstbestimmung. Klar könnte ich Orte meiden, an denen nicht geraucht würde, aber das wäre dank Gesetz dann ja praktisch jeder (öffentlicher) Ort.

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jensscholz, Montag, 7. Januar 2008, 18:33
jeder ort ungleich jeder öffentlicher ort. merkste was?

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v.v., Sonntag, 6. Januar 2008, 17:03
schallend gelacht.. laut & herzhaft.. danke, danke, danke! ;)

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marielsd, Sonntag, 6. Januar 2008, 20:28
Also hier in Mannheim gibt es viele Diskos oder Kneipen, die beides anbieten können: Raucherzimmer bzw -zelt und Nichtraucherbereich. Tatsächlich werden die Raucherbereiche nur zum Rauchen frequentiert, danach sitzen alle wieder im "sauberen" Raum.

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sven k., Sonntag, 6. Januar 2008, 21:35

Bitte, bitte, bitte, Van – gern geschehen. Mir scheint, Du bist die Einzige, die den doppelten Boden in dem kurzen Text goutiert hat, während sich alle anderen einfach auf die üblichen Verdächtigen aus dem Repertoire der Raucher-Nichtraucher-Diskussion gesetzt haben. Was beweist, wie einfach es geworden ist, Menschen durchs Ködern mit kleinbürgerlichen Reizthemen von den richtig harten Klöpsen abzulenken.

Mir persönlich ist es scheißegal ob jemand raucht oder nicht, wenn er jahrzehntelang nicht damit aufhört, weil er nicht aus dem Mund stinken will, es dann aber sehr wohl tut, wenn es qua Gesetz verboten wird – der wahre Skandal ist eine Entwicklung weg von der freien Entscheidung hin zur Hingabe in die staatliche Bevormundung, und zwar ohne Not. Das ist noch verwerflicher als jedes gesundheitliche Argument denn es ist nichts anderes als die demokratische Abschaffung der Demokratie durch die Demokraten (nebenbei eine sehr deutsche Spezialität) und wäre ich Kant oder Voltaire würde ich jetzt zu rauchen anfangen, denn dieser neue Volksopportunismus unter dem Vorwand des Gutmenschentums zeigt sich längst nicht nur beim Thema Rauchen. Unter dem Vorwand von  Terrorismusvorsorge und der mehr oder weniger subtilen präventiven Inkulpation ganzer Religionsgemeinscheften (auch das eine deutsche Spezialität) lassen wir uns, wie es der Kabarettist Hagen Rether treffend formuliert, stikum das Grundgesetz aus der Tasche ziehen. Genauso kurzsichtig ist, wer mit gelogen grünem Gewissen über Höchstmengen von Schadstoffemissionen diskutiert und darüber weiter verschleiert, dass im Lauf der nächsten Jahrzehnte (nicht Jahrhunderte) das Öl einfach alle sein wird und die Menschheit gar nicht in erster Linie aus ökologischen Gründen in Sachen Energie am Arsch sein wird, wenn sie nicht schleunigst in Nutzung und Erforschung erneuerbarer Alternativen wie der Solarenergie investiert (und auch nicht die Aushebelung des gerade beschlossenen Atomausstiegs).

Dass das Zigarettenrauchen in absehbarer Zeit so out sein wird, wie der exzessive Genuss von Absinth, ist ein Fakt und angesichts der bekannten gesundheitlichen Aspekte sicher begrüßenswert. Was den Absinth angeht, gehen die meisten seiner Todesopfer übrigens nicht auf das enthaltene, oft angeprangerte halluzinogene Thujon zurück, sondern auf den minderwertigen Alkohol, auf dessen Basis die Spirituose in der Blütezeit ihrer Popularität größtenteils produziert wurde. Selbes Thema: Ablenkungsmanöver. Toulouse-Lautrec starb nicht an seiner Vision, sondern an ihrer Basis. Genauso sterben Ideologien selten an ihren gedanklichen Fundamenten sondern eher an denen, die sie in gesellschaftliche Realität umsetzen.

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marielsd, Montag, 7. Januar 2008, 08:58
Zitat: "der wahre Skandal ist eine Entwicklung weg von der freien Entscheidung hin zur Hingabe in die staatliche Bevormundung, und zwar ohne Not."

Vielleicht haben Sie mit unserer staatlichen Entwicklung ja recht, nur leider am falschen Haken aufgehängt. Sonst könnten wir auch jegliche Jugendschutzgesetze in den Kneipen abschaffen, die Eltern können doch selber aufpassen. Dann kann man jegliche Verbote abschaffen, kann ja jeder selber einhalten, weil er anderen schaden könnte und das weiß er ja selber.

Und die Not? Fragen sie alle Nichtraucher, lesen sie obige Kommentare, da waren schon einige am Notleiden.

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sven k., Montag, 7. Januar 2008, 17:56
Platz! Kusch! Wirst Du wohl "Sitz" machen!

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slowburn, Montag, 7. Januar 2008, 16:31
sorry sven, auch wenn witzelsucht drunter steht, du warst schonmal komischer: wer "sucks" mit "saugt" übersetzt, sagt auch "zum bleistift".

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sven k., Montag, 7. Januar 2008, 17:29
Latürnich.

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marielsd, Montag, 7. Januar 2008, 20:04
*lol* tschüssikowsky nicht zu vergessen!
Das mit dem ehelichen Sex verbieten war aber eigentlich ne gute Idee....

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rno, Dienstag, 8. Januar 2008, 09:05
"Sucks" mit "saugt" zu übersetzen, saugt.

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xwormwood, Dienstag, 8. Januar 2008, 20:17
Beim Titel musste ich spontan an das Musikvideo zu "Three Lions" von von den Lightning Seeds denken, in dem alle deutschen Fußballspieler ein Trikot mit dem Namen des damaligen dt. Stürmerstars Kuntz tragen.
:)

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DocDee, Samstag, 12. Januar 2008, 00:52
Wir leben längst in einer "therapeutischen Sicherheitsgesellschaft", wie der Soziologe Wolfgang Sofsky die kritiklose Haltung des Bürgers gegenüber dieser Form von staatlicher Gängelung in seinem Buch "Die Verteidigung des Privaten" nennt. Die Gesellschaft selbst verstärkt die Verbotspolitik des Staates noch, indem sie selbst die Dinge, die Spaß machen, zum Problem erklärt. Sie selbst versucht, sich zu optimieren, jeden Aspekt des persönlichen Lebens, selbst die Freizeitgestaltung, effizient zu gestalten.

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Egoload - Verträumter Idealist