Aha. Aha. Dino De Laurentiis produziert die Kinoversion von Frank Schätzings Öko-Thriller „Der Schwarm“ (2004). Auf der Pro-Seite des Produzenten lässt sich „The Great Train Robbery“ (1979) mit Hölzelkönig Sean Connery verbuchen, dagegen stehen Highlights des Autorenkinos wie „Halloween III“ oder „Conan der Barbar“ mit Großdarsteller Arnold Schwarzenegger („The Governor“). Hoffnung macht die Verbandelung mit dem Tarantino-Umfeld – De Laurentiis betraute Robert Rodriguez mit dem für 2009 projektierten Remake von „Barbarella“, der Adaption des JC-Forest-Comics aus den 1960ern, dessen Erstverfilmung 1968 Jane Fonda weltbekannt machte.
Vielversprechende Wahl, was die Drehbuchadaption von Schätzings Thriller angeht: hier wurde laut IMDB Ted Tally verpflichtet – wem der Name nichts sagt: der Mann hat schon die gänsehäutende Leinwandversion von Thomas Harris’ „Schweigen der Lämmer“ besorgt. Herberts Neffe Till „Tomorrow“ Grönemeyer gehört zu den insgesamt fünf Koproduzenten, unter denen sich auch die Tarantino-Muse Uma Thurman befindet, die sich 2006 die Filmrechte gesichert hatte.
Die nicht unbekannte Kintopp-Postille CINEMA vermeldete im November 2007, Frank Schätzing könne sich als Hauptdarsteller George Clooney und Lucy Liu vorstellen, Ridley Scott sei im Gespräch für die Regie. Wünschen wir dem Magazin ein glückliches Händchen beim orakeln.
Obwohl schon jetzt auch einige Verantwortliche für anspruchsvolle Kulturleistungen wie die RTL-Serie „Tarragona – Ein Paradies in Flammen“ mit im (sic) Boot sind, ist mit dem angekündigten Gesamtpersonal der Produktion zumindest die Möglichkeit gegeben, dass mit diesem Projekt nicht ein großer Plot auf dem Altar der Mittelmäßigkeit geopfert wird – wie geschehen etwa mit Andreas Eschbachs durchaus inspiriertem Roman „Das Jesus Video“, in dessen TV-Movie-Adaption sich Jungmime Matthias Koeberlin („Tornado – Zorn des Himmels“) als Ersatz-Bruce-Willis durch eine leider mit als müde noch schmeichelhaft umschriebene Skriptadaption prügeln ließ.
In diesem Sinne ein optimistisches „Leinen los“! Weiter mit dem Soundtrack von „Der weiße Hai“.
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