04.06.08 | 18:17 | 235 x gelesen
Perfektes Essen, wenn nach Wurzelbehandlungen der Biss auf alles Krosse zur Pein wird: Omelett mit frischen Champignons, Zwiebeln und Schwarzwälder Schinken, großzügig bekresst. Yummie.

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29.01.08 | 00:37 | 700 x gelesen
Ich hatte ja mit mehrtägigen Versuchsreihen gerechnet, mich auf labberige bis verkohlte Kartoffelmahlzeiten eingestellt.
Aber nein.
Ich kann jetzt Fritten.
Man gebe mir ab sofort eine Friteuse, eine Handvoll mehligkochende Kartoffeln und Salz. 10 Minuten später habe ich die Kartoffeln in perfekt goldgelbe, außen krosse, innen cremige Fritten verwandelt, die auch auf dem Teller kross und strohig bleiben. Mein Trick: man ignoriert bezüglich der Initialtemperatur des Frittierfetts ostentativ die Richtwerte sowohl von Paul Bocuse (180 °C) als auch den Richtwert der Nordrhein-Westfälischen Gesundheitsbehörden für Gaststätten und Kantinen (maximal 175 °C). Rein mit den Stäbchen bei 190 °C, Friteusendeckel (falls vorhanden) offen lassen, Temperaturregler runter auf 160 °C, fünf Minuten schmurgeln lassen. Währenddessen ein paar Mal mit einem Löffel durchmischen, damit die Fritten nicht miteinander verkleben. In dieser ersten Phase bildet sich am Anfang außen eine Stärkekruste, die dafür sorgt, dass sich die Fritten nicht mit Fett voll saugen, danach werden sie bei fallender Temperatur von innen her gegart. Nach fünf Minuten den Frittierkorb raus aus der Friteuse, gut Fett abschütteln, Fett wieder ganz heiß machen – jetzt auf 180 °C (hier stimmt jetzt Bocuse wieder zu, nicht jedoch die Nordrhein-Westfälische Regulierungsbehörde). Dann noch mal für 2-3 Minuten rein (Deckel zu) mit dem Korb – bis die Fritten schön goldbraun sind. Schließlich wieder raus aus der Friteuse, noch mal ordentlich Fett abschütteln in eine Schale damit und salzen. Mahlzeit. Tataaa.

Hach. Es sind ja die einfachen Sachen, die das meiste Fingerspitzengefühl verlangen. Aber ausprobieren macht Spaß, besonders wenn sich Erfolg einstellt und Kochen lernen insbesondere ist ja auch immer der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Tiefkühltruhe.
Nebenbei verringert jede Tiefkühltruhe, die nicht gebraucht wird den Energieverbrauch und damit meinen persönlichen Pro-Kopf-CO2-Ausstoß. Fritten für das Weltklima! Gut, man könnte jetzt auch mit dem bekannten Spielverderber Louis Camille Maillard fragen: „Acrylamid gegen die globale Umweltkatastrophe?“ Dann aber sei auch folgende Gegenfrage gestattet: ist nicht das ganze Leben sowieso irgendwie nur eine sehr ausgedehnte Palliativmaßnahme?
Weiter mit Imbissstuben-Jukeboxmusik.
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19.11.07 | 03:24 | 284 x gelesen
Aber der Calmund. Kann mir das jemand erklären? Nur Formatfüllend ist doch noch keine Unterhaltung.
[via Herr Paulsen]
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28.09.07 | 22:39 | 599 x gelesen

Die Metzgerin setzt das Messer bei etwa anderthalb Zentimetern an.
Sie: „So?“
Ich: „Um Gotteswillen! Gut doppelt so, bitte.“
Die Metzgerin ist sichtbar erleichtert und schneidet mir ein richtig schönes Rumpsteak.
„Sie glauben ja nicht was ich hier alles schneiden muss. Vorhin durfte ich hier vier Scheiben halb so.“
Ich: „Pfff… Wenn ich ein Minutensteak will nehm’ ich Schwein.“
Sie lacht.
Ich: „Obwohl – man kann auch ein gutes argentinisches Filet zentimeterdick schneiden lassen und dann gut durchbraten. Das kann man tun. Man kann das Filet auch gut durchklopfen, panieren, frittieren und mit Zitrönchen und Mayonnaise servieren. Man kann all das tun.“
Die Metzgerin und ihre Kollegin lachen mittlerweile völlig haltlos. Fehlt nur, dass wir uns „gimme five“ grölend abschlagen. Fleischfachverkäuferin in Zeiten des Aufschwungs von dem so viel die Rede ist, ist nicht einfach.
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25.09.07 | 17:05 | 433 x gelesen
Warum in den Siebzigern so viele Hobbyköche starben:
„Auf einem Elektroherd muss man häufig die Platte wechseln und zwischendurch zum Warmhalten eine Asbestplatte verwenden.“
[aus: Paul Bocuse, La cuisine du marché, Flammarion 1976.]
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22.09.07 | 09:54 | 264 x gelesen
(…) séparer les blancs des jaunes d'œuf (que l'on cassera pour l'occasion).
[via Livre de cuisine.]
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