es gibt aber auch Brücken, die einbrechen."
(Max Schautzer, 1976.)
Miss Kiss Kiss Bang
Und warum lese ich "Miss Kiss Gang Bang"? Kann nicht mal bitte sofort diese Scheiße aufhören? Nee, echt. Too pissed for irony. Warum steht immer der größte Arsch der Welt vorn? They shoot horses, don't they?
An das letzte Mal übrigens, als der European Song Contest (formerly known as European Song Contest also known as Grand Prix Eurovision de la Chanson also known as NDR Dschungelcamp) sich weise unter Ausschluss der Öffentlichkeit zur Auswahl von Peinlichkeiten hinreissen ließ, erinnerte in verneigenswerter Gnadenlosigkeit der großartige Stefan Niggemeier von fernsehlexikon.de am 8. Dezember letzten Jahres HIER. Ach ja, und wo wir dabei sind: hier die heutige Homepage des Grauens. Die Nummer eins. Bitte nicht mehr wiederwählen. You know. Pure glamour. Get into the groove! Viel Vergnüüügen :-)
Ach ja, und weil's so schön ist hier der Headshot der Menschen, die (tapfer sein, die Namen werden unterwürfigst verschwiegen) dieses Jahr bestimmt haben, was Deutschland gerne hört:
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Aus der Zeit, als Vorspänne von Fernsehsendungen noch zwei Minuten lang waren. Entsprechend tief sind solche Bilder in die Köpfe der Zuschauer von damals eingebrannt. Denken sie daran, wenn Sie mal wieder jemand um die Vierzig sehen. Das Folgende ist in fest seinem Kopf eingemeißelt. Vielleicht denkt er ja gerade daran, wenn er bei ALDI in der Schlange steht.
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Starlet Giulia Siegel war übrigens schonmal im Dschungelcamp. Das war auch Anfang der Neunziger. Damals hieß der RTL-Dschungel für noch vor dem Zenit abgehalfterte Stars und Busenwunder "Die RTL Nachtshow" und der Zotenmoppel vom Dienst hieß Thomas Koschwitz. Giulia war da mal Gast und hatte schon damals Gesundheitsprobleme: sie verlor vor laufender Kamera einen Zahn.
Wofür rede ich von all dieser redundanten Scheiße? Wahrscheinlich, um sie aus dem Kopf zu haben.
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Da ist mal ein gutes, ein vorbildliches Angebot, das von unser aller Rundfunkgebühren, die so oft gescholtenen, finanziert wird – nämlich das Online-Angebot der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Was passiert? Es wird von unseren Repräsentanten (jawoll und, wie immer in unserer sedierten Demokratie, ohne Widerspruch) bis zur Unkenntlichkeit beschnitten, um, so die Argumente, keine Monopolstellung zu schaffen und der Konkurrenz durch den Vorteil der Gebührenfinanzerung nicht schon im Vorfeld alle Entfaltungschancen zu nehmen.
Welche Konkurrenz, ihr geistigen Heizpilze? Die journalistisch unabhängigen und finanziell darbenden gutmenschelnden Privatfernsehstationen, diese Horte der Weisheit und des besseren Menschen, die die Publikation einer Information natürlich nie davon abhängig machen würden, ob sie im Sinne von Werbekunden und relevanter Zielgruppe auch als wertvoll durchgeht?
Was mich am meisten aufregt, ist, dass dauernd alle ohne Not die dicke Lippe riskieren, wenn es darum geht sich über die Erhebung von Rundfunkgebühren zu beschweren. Wenn aber tatsächlich mal was gutes damit gemacht wird, geht niemand auf die Barrikaden, wenn das dann von den Volksvertretern, also letztlich uns, in Stücke gerissen wird. Nein man sitzt weiter - quer durch alle Schichten - sabbernd im pawlowschen Käfig seiner Wii und fuchtelt wie ein milchsatter Säugling mit den Controllern im luftleeren Raum rum.
Souverän, manchmal kotzt Du mich an.
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Toll: bei ARTE kann man sich jetzt die Apokalypse auf DVD kommen lassen:
Was passt auch besser neben die Schmuck-Cassette von Bud Spencer und Terence Hill! Danke, ARTE!
Ceterum censeo Splitscreenreklame esse delendam.
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George Takei (71), der Darsteller des Steuermanns vom Raumschiff Enterprise frisst zurzeit Dreck in der UK-Version des Dschungelcamps ("I'm a celebrity, get me out of here!"). Nee echt. Klick aufs Foto, weisst Du mehr.
Soviel für heute zu den Mythen der Jugend.
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Die völlige Unfähigkeit des Kindes, sich vorzustellen, dass so etwas Großes wie das Fernsehen von Menschen gemacht wird. Das Fernsehen, wo alle immer so gut aussehen wo sie so schön sprechen und wo niemandem widersprochen wird, da offensichtlich alle die Wahrheit sprechen, denn wären sie sonst im Fernsehen?

Der Gedanke des Kindes, das Fernsehen sei gottgegeben, das Sendeschema in alle Ewigkeit festgeschrieben: bis zur Apokalypse um Acht „Die Tagesschau“ mit Karl-Heinz Köpcke und danach „Am laufenden Band“ mit Rudi Carrell. Kein Gedanke an die schwindelerregende Idee, dass das Fernehen wie eine im Bau befindliche Brücke mitten in der Luft der Gedanken aufhören könne und von den Göttern Fernsehmachern immer wieder freischwebend angebaut würde. Keine Gedanke daran, die Fernsehgötter könnten Menschen sein; wenn der Onkel das Kind an Wochenende mit zum Fußballplatz nahm lachte es, wenn es sich vorstelle, die groben Klötze vom Fußballplatz würden sich nach dem Spiel die Matsche vom Körper duschen und so etwas Großes wie Fernsehen machen. Nein, das war völlig undenkbar.
Die Enttäuschung des Kindes als es sah, wie genau so Fernsehen gemacht wird.
Ähnlich dachte das Kind übrigens auch über die Politik. Wie es Rotz und Wasser heulte vor Angst und Enttäuschung, als es plötzlich von der Überzeugung erschlagen wurde, dass Politik wie Fernsehen sei: das besoffene Hasardspiel selbstverliebter Kerle, eine Brücke, die irgendwo im Nichts einfach aufhört.
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vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach. Ich war da Theaterpimpf, verdiente mir als Statist was dazu, er war aufstrebender Jungschauspieler und das halbe Ballett war in ihn verliebt. Das Stück: „Cabaret“ (man gönnt sich ja sonst nichts in der Provinz). Ulrich Matthes gab wacker den Conferencier. Gewöhnungsbedürftig, denn er sang ihn nicht nur in etwa wie Max Raabe, er war damals regelrecht feist. Wenn ich ihn heute sehe wird mir jedes Mal ganz angst und ich möchte ihm immer 'ne Stulle reichen so anorexisch sieht er aus. Andererseits, heute gäbe er ein perfektes Joel-Grey-Double. Abgesehen davon wirkt der Mann ungeheuer sympathisch. So. Ist das auch mal gesagt.... Link (1 comment) ... Comment

Aber vielleicht war es ja auch umgekehrt bei der Bambi-Verleihung und es war Keanu, der kein Höschen an hatte. Doch was weiß denn ich schon, ich bin schließlich nicht Hubert Burda.
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In des USA gab es in den Neunzigern die Scherzfrage: „Woran erkennst Du, dass Deine Schauspielkarriere zu Ende ist? Ganz einfach: daran, dass Du in einem Film mit Goldie Hawn spielst.“ In Deutschland 2008 geht das so: woran erkennt man, dass man ein abgehalfterter Ex-Star ist? Man muss mit Veronica Ferres für das ZDF in Südafrika drehen. Willkommen im Club, Christopher Lambert, oh Du verlorener Highlander meiner knospenden Jugend. Mach weiter so und Du endest auch noch in der "Aktuellen Schaubude" neben einer krächzenden Daliah Lavi - so wie Pierre Brice neulich, unser aller Geronto-Romeo.

Einem kann ich mich nur immer wieder anschließen (hilft nur leider nichts):
Wenn das die beste Schauspielerin Deutschlands ist, warum kann sich das deutsche Fernsehen dann noch einen Preis leisten? Wann platzt nach der Immobilienblase endlich die Ferres-Blase, diese Frau ist maßlos überbewertet…
[Aus den Kommentaren beim fernsehlexikon.de.]
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