13.08.08 | 03:14 | 121 x gelesen

Crazy

Wenn ich Elvis Costello in diesem Video sehe, bin ich kurz versucht, ihn einen Palliativmusiker zu nennen – fast zärtlich wich er Chat Baker in dessen letzten Jahren kaum von der Seite und jetzt sehe ich ihn zusammen mit dem unermüdlichen Country-Methusalem Willie Nelson. Indem ich allerdings beruhigt feststelle, dass Nelson (der Mann, der anscheinend seit seiner Geburt Mitte Siebzig ist) gesünder aussieht als Chet mit Mitte Dreißig verwerfe ich meinen ketzerischen Gedanken – auch angesichts eines zu Tränen rührend schönen Trios das er eben mit Costello und dessen Gattin Diana Krall zum Besten gibt. Dank nach Sylt an meinen Vater, der mir dieses musikalische Intermezzo in die arbeitsreiche Nacht tippste.

Two, three, four…

P.S.: Ich hoffe, ich komme nicht in die Verlegenheit, den Text mal in Gänze mitsingen zu wollen.

DVD: Willie Nelson and Friends – Live & Kickin' (2005)

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08.08.08 | 03:12 | 154 x gelesen

Spieglein, Spieglein an der Wand

Hm. Habe laut Guhgel-Statistik 50% weniger Besucher als letztes Jahr. Dafür sind 50% der aktuellen Besucher neue Besucher. Entspricht meinem aktuellen Lebensgefühl. Man muss auch mal loslassen können. Hallo, liebe neue Leser. Hallo liebe treue Leser. Hallo, Leben!

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16.07.08 | 16:16 | 746 x gelesen

14 zerstört

Lange nicht gehört:

"Schwester! Terminale Anästhesie, bitte."

Gottseidank war ich nur beim Zahnarzt und nicht in einer amerikanischen Todeszelle.

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06.07.08 | 23:48 | 203 x gelesen

Hat mal jemand ein Taschentuch?

Oldie nights keeps killing me softly…

This is for all the lonely people
Thinking that life has passed them by
Dont give up until you drink from the silver cup
And ride that highway in the sky

[America, Greatest Hits.]

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29.06.08 | 22:51 | 706 x gelesen

Ihr könnt nach Hause geh'n.

Wie Sterbende, die aus Anlass des Exitus noch mal ins Bettchen machen zünden die besoffenen deutschen Fußballfans vor der Kneipe wortlos die ursprünglich für den Sieg im EM-Finale disponierten Böller und Raketen, ballern mit Starterpistolen um sich und werfen mit Bierflaschen.

Nicht mal gute Verlierer sind die. Eine Sportart, die solche Fans hat, kann ich nicht mögen.

Aber am 30. Juni 2008 war nicht nur EM-Finale, es war auch – tempus fugit – Robert Gernhardts zweiter Todestag. Hätte der Fußball mehr Fans wie ihn, ich würde vielleicht doch noch zum Fußballfan – im FAS-Interview sagte Gernhardt im August 2005:

„Ein Dichter braucht einen Pointeninstinkt, wie Stürmer einen Torinstinkt brauchen. Man muss sich auf die Pointe zubewegen und im entscheidenden Moment verwerten. Auf den Abschluss kommt es an, mit einem Unterschied: Trifft einer ins Tor, dann ist eindeutig, dass es geklappt hat. Ob eine Pointe gelungen ist, ist längst nicht so klar. Im Gegensatz zum Fußballer weiß der Dichter deshalb nicht, wie gut er ist. Hölderlin war ja ein Riesentalent, wurde aber erst spät gewürdigt. So etwas passiert Ballack nicht.

Ich würde mir bei Lesungen auch wünschen, dass tausend Leute begeistert schreien und La Ola machen. Aber erst mal verstreicht einige Zeit, ehe etwas aus dem Publikum zurückkommt. Und wenn ein Gedicht schlecht wäre, dann könnte ich ja behaupten: Ich war mental nicht auf dem Papier.“

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10.06.08 | 18:17 | 364 x gelesen

Meine alte Schule

1985/86, ich war gerade 21, da habe ich dort gelernt. jetzt haben sie ein Filmchen gemacht. Eigentlich hat sich nichts geändert. Außer dem Zeitgeist.

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Egoload - Verträumter Idealist